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newsletter 01/2016

Unsere Themen:

1. Interna

- oekom research blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück

- oekom research verstärkt internationale Geschäftstätigkeit Dr. Julia Haake übernimmt Leitung des internationalen Geschäftsausbaus

- oekom research holt erfahrenen Nachhaltigkeitsexperten als Vertriebsunterstützung für den niederländischen Markt an Bord

- Kristina Rüter zum Head of Research ernannt

2. Global Challenges Index

- Global Challenges Index im Jahr 2015: Wachsendes Anlegerinteresse an nachhaltigen Investments

3. Markt

- SRI-Label: Methodik für staatlichen SRI-Standard in Frankreich veröffentlicht

- Climate Bonds Initiative: Green Bonds in Höhe von rund 42 Mrd. US-Dollar in 2015 ausgegeben

4. Studien/Publikationen

- Greenpeace Nachhaltigkeitsbarometer 2015 – Engagement der jüngeren Generation heute

- ESG & Corporate Financial Performance: Mapping the global landscape

5. Initiativen

- CSR-Preis der Bundesregierung 2016: Bewerbungen ab 1. Mai möglich

6. Literaturtipps

- Hans Joachim Schellnhuber: Die Selbstverbrennung

- Joachim von Braun: Welternährung und Nachhaltigkeit: Herausforderungen und Strategien für das 21. Jahrhundert

7. Veranstaltungen

- SZ-Kapitalanlagetag 2016 in München

- 3. Summit on Sustainable Finance in Genf



1. Interna

oekom research blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück

oekom research blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und sieht im Jahresverlauf zugleich wichtige Schwerpunkte für die Zukunft vorgezeichnet.

Die Ratingagentur hatte 2015 zahlreiche nationale und internationale Neukunden gewinnen können, die von ihren Leistungen, der Qualität ihrer Arbeit und ihrer Innovationskraft im Nachhaltigkeitsrating überzeugt waren. Das Ratingangebot wurde weiter ausgebaut und neue Produkte und Services wurden entwickelt, um innovative Lösungen für bestehende und zukünftige Anforderungen anbieten zu können. Hierzu gehörte die Einführung des Sustainability Bond Ratings im Januar und die Vorstellung der oekom Carbon Services im November 2015. Entscheidende Entwicklungen wurden dabei auch durch die vertiefte Zusammenarbeit mit dem Partner GES und der neu geschlossenen Kooperation mit South Pole Group ermöglicht. oekom research hatte in diesem Zusammenhang das Ratinguniversum auf über 3.700 Unternehmen vergrößert.


Um diese Vielzahl an neuen Aufgaben und erweiterten Tätigkeitsfeldern mit gewohnter Qualität und zur weiteren hohen Zufriedenheit der Kunden durchführen zu können, wurde das Team auf knapp 75 Personen vergrößert. Wie gut der Geschäftsausbau bislang gelang, zeigen die Ergebnisse der im August 2015 durchgeführten internationalen Kundenumfrage, die eine sehr große Zufriedenheit der Kunden mit dem Service und der Qualität der oekom Ratings bescheinigt.


Robert Haßler, CEO von oekom research, sieht die Signale aus dem Vorjahr als Verpflichtung für das noch junge Jahr 2016: „Wenn wir an 2015 zurückdenken, ist es ein Hoffnungszeichen, dass sich die Staatengemeinschaft trotz der vielen Krisen auf Ziele hin zu einer nachhaltigen Zukunft und einer Bewahrung unserer Lebensgrundlagen einigen konnte. Diese mühsam errungenen Früchte dürfen nicht verspielt werden. Investoren und Unternehmen werden daher für 2016 mit steigenden Anforderungen konfrontiert werden, um die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele sichtbar und messbar zu machen. Für unser Unternehmen bedeutet das, dass wir auch in 2016 massiv weiter wachsen werden, um den wachsenden Ansprüchen der Kunden noch besser mit innovativen Lösungen begegnen zu können.“

Kontakt: Dieter Niewierra, Director Communications, niewierra@oekom-research.com, +49 89 5441 8457


oekom research verstärkt internationale Geschäftstätigkeit Dr. Julia Haake übernimmt Leitung des internationalen Geschäftsausbaus

Dr. Julia Haakeoekom research verstärkt seine internationalen Geschäftstätigkeiten und -beziehungen rund um die Kundenbetreuung im nachhaltigen Investment. Unter der Leitung von Dr. Julia Haake, die bereits seit 2011 die französische Niederlassung der Ratingagentur erfolgreich aufgebaut hat und führt, wird das internationale Team vergrößert und die Betreuung der Kunden intensiviert. Neben einem erweiterten Team im Büro in Paris und der Repräsentanz in London werden ab sofort auch in den Niederlanden institutionelle Investoren direkte Ansprechpartner von oekom research haben (siehe folgende Meldung).

Robert Haßler, CEO von oekom research, sieht den Ausbau der Internationalisierung als wichtigen Schritt: „Bereits jetzt unterstützen wir mit unserem Research Anleger auf der ganzen Welt bei ihren Investmententscheidungen und -strategien. Mit einem verstärkten Team in Paris, London und nun auch einer Repräsentanz in den Niederlanden sind wir noch besser aufgestellt, die Strömungen am Markt aufzugreifen und auf die Anfragen aus diesen Regionen bestmöglich reagieren zu können. Mit Frau Haake als Director International Business Development haben wir zudem die bestmögliche Person an Bord, um diese Aufgabe anzugehen und umzusetzen. Ihre langjährige Erfahrung und ihr hohes internationales Ansehen sind Garant für einen erfolgreichen Ausbau unseres internationalen Auftritts.“

Kontakt: Dr. Julia Haake, Director International Business Development, +33 1 73 71 61 76, haake@oekom-research.com


oekom research holt erfahrenen Nachhaltigkeitsexperten als Vertriebsunterstützung für den niederländischen Markt an Bord

 Robert KlijnSeit dem 1. Januar 2016 ist oekom research mit einer Repräsentanz in den Niederlanden vertreten. Als Sales Representative für die Region konnte der Finanzexperte Robert Klijn gewonnen werden, der ab sofort für den niederländischen Markt für nachhaltiges Investment aktiv ist.

Robert Klijn verfügt über langjährige Erfahrung und ein dichtes Netzwerk in der Finanzdienstleistungsbranche. Nach verschiedenen Stationen bei ING Equity Markets und APG ist er nun Geschäftsführer und ESG-Spezialist bei der Beratungsgesellschaft Fair Impact, über die er neben oekom research auch andere SRI-Dienstleister wie Global Footprint Network oder GES betreut. Darüber hinaus ist Klijn Vorsitzender des Komitees für Verantwortungsvolles Investment der niederländischen Gesellschaft für Investmentprofis VBA. In seiner Position als Sales Representative wird er die Betreuung des SRI-Marktes und den Ausbau der Geschäftstätigkeiten von oekom research in den Niederlanden verantworten.

Robert Haßler, CEO von oekom research, sieht die Erweiterung der internationalen Aktivitäten und die Verstärkung des Vetriebsteams um Robert Klijn als wichtigen strategischen Schritt: „Die Region ist bereits jetzt ein gut entwickelter Markt für nachhaltiges Investment. Der Bedarf an unabhängigem und qualitativ hochwertigem Nachhaltigkeits-Research ist groß.“ Robert Klijn ergänzt: „Niederländische Investoren und Unternehmen haben sich schon sehr früh mit ESG-Strategien auseinandergesetzt. Dies liegt nicht zuletzt darin begründet, dass hier das Bewusstsein für die Themen Nachhaltigkeit, Regenerative Energiequellen und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen weit verbreitet ist. Hier fallen die Expertise und Erfahrung von oekom research auf fruchtbaren Boden. Ich freue mich daher sehr, die renommierte Ratingagentur vertreten zu dürfen und für sie Marktchancen auftun zu können.“

Kontakt: Robert Klijn, Sales Representative, robert.klijn@oekom-research.com


Kristina Rüter zum Head of Research ernannt

Kristina RüterZum 1. Februar 2016 übernimmt Kristina Rüter, seit 2003 bei oekom research, zuletzt als Director Research Methodology, die Funktion des Head of Research. In dieser Position wird Frau Rüter die Ratingmethodik und -prozesse bei oekom research verantworten sowie die auf Anforderungen von Kunden und Markt zugeschnittene Produktentwicklung methodikseitig leiten. Dabei hat sie den Anspruch, die hohe Qualität, die das Research und darauf basierende Produkte auszeichnet, auch zukünftig sicherzustellen und noch weiter auszubauen. Zu den Herausforderungen in ihrem neuen Tätigkeitsfeld erläutert sie: „Nachhaltigkeitsbewertungen müssen sich zunehmend stärker daran orientieren, welche konkreten Auswirkungen die Aktivitäten, Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens auf die globale nachhaltige Entwicklung haben. Die strategische Ausrichtung des Geschäftsmodells und des Produktportfolios wird daher im oekom Corporate Rating eine immer wichtigere Rolle spielen.“ Als weitere aktuelle Entwicklung nennt sie themenspezifische Risiko- und Wirkungsanalysen, für die sie oekom research gut vorbereitet sieht: „Die auf unseren Analysen beruhende umfangreiche Datenbasis ermöglicht es uns, zu zentralen Themen – Klima, Wasser und vielen weiteren – ganzheitliche Bewertungen von großer Aussagekraft und hohem Mehrwert für Investoren zur Verfügung zu stellen."



Robert Haßler, CEO von oekom research: „Mit Kristina Rüter konnten wir die Leitung unseres Kerngeschäftes mit einer sehr erfahrenen Kollegin besetzen. Seit nunmehr 13 Jahren ist Frau Rüter Teil der oekom-Erfolgsgeschichte. In ihrer Verantwortung unter anderem für die übergreifende Methodik des oekom Corporate Ratings prägte sie viele Meilensteine unseres Unternehmens, wie jüngst die Entwicklungen des Sustainability Bond Ratings, der Second Party Opinions oder des Carbon Risk Ratings, entscheidend mit. Mit ihrem fundierten Wissen und ihrer innovativen Herangehensweise wird sie dem 55-köpfigen Researchteam auch in Zukunft richtungsweisendes Vorbild sein.“



Kristina Rüter folgt in ihrer neuen Position auf Matthias Bönning, der in seiner Funktion als COO und Mitglied des Vorstands die Entwicklungen im Research weiterhin aktiv begleiten wird.

Kontakt: Kristina Rüter, Head of Research, +49 89 54 41 84 71, kristina.rueter@oekom-research.com


2. Global Challenges Index

Global Challenges Index im Jahr 2015: Wachsendes Anlegerinteresse an nachhaltigen Investments

Die Angebote der Börse Hannover für nachhaltige Investments stoßen weiter auf ein hohes Anlegerinteresse. So setzten 2015 immer mehr Anleger auf die Auswahl des Aktienindex Global Challenges Index (GCX) und des Anleihen-Basket Global Challenges Corporates (GCC). In der Folge stieg das in den Lizenzprodukten auf GCX und GCC investierte Volumen in den vergangenen Monaten auf rund 330 Millionen Euro – ein Zuwachs auf Jahressicht von rund 14 Prozent. Zudem verzeichnete der GCX im Jahresverlauf eine überdurchschnittliche Performance von rund 15 Prozent und übertraf damit die Wertentwicklung des Deutschen Aktienindex (DAX) erneut deutlich: Das deutsche Leitbarometer legte im gleichen Zeitraum fast 11 Prozent zu. Insgesamt brachte der GCX Anlegern der ersten Stunde seit seiner Erstnotierung im September 2007 einen Wertzuwachs von fast 96 Prozent. Laut Börse Hannover schließen Nachhaltigkeit und Performance einander nicht aus. „Das erkennen immer mehr Anleger und setzen auf Lizenzprodukte auf den GCX“, so die Börse.



Der GCX wurde von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit oekom research entwickelt und am 3. September 2007 lanciert. Er umfasst 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen, die substanzielle und richtungsweisende Beiträge zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen leisten.

Kontakt: Hendrik Janssen, Börse Hannover, h.janssen@boersenag.de


3. Markt

SRI-Label: Methodik für staatlichen SRI-Standard in Frankreich veröffentlicht

Die französische Regierung hat die Screening-Methodik vorgestellt, nach der Fondsmanager ab sofort Fonds mit dem neu lancierten SRI-Label zertifizieren lassen können. Das französische Nachhaltigkeitslabel für Fonds gilt weltweit als das erste, welches direkt auf staatliche Initiative zurückgeht. Ziel des Labels ist es, die Glaubwürdigkeit von Fonds in Zusammenhang mit konkreten und messbaren Ergebnissen hinsichtlich ihrer ESG-Performance zu unterstreichen.

Das Label wird von zukünftig dafür akkreditierten Instituten vergeben. Am neuen SRI-Label interessierte Fondsmanager müssen den SRI-Management-Ansatz des Fonds auf Basis eines Auskunftsbogens offenlegen. Der französische Finanzminister wird über mit dem Label ausgezeichnete Fonds informiert; die Zertifizierung ist drei Jahre gültig.

Einen Überblick zum Thema finden Sie unter http://www.tresor.economie.gouv.fr/12541_cahier-des-charges-du-label-isr-soutenu-par-les-pouvoirs-publics-


Climate Bonds Initiative: Green Bonds in Höhe von rund 42 Mrd. US-Dollar in 2015 ausgegeben

Nach Angaben der Climate Bonds Initiative wurden in 2015 weltweit Green Bonds mit einem Gesamtvolumen von 41,8 Milliarden US-Dollar begeben. Die fünf größten Green Bonds waren im vergangenen Jahr von der KfW mit 1,66 Mrd., der ING Bank mit 1,3 Mrd., gefolgt von EDF sowie Toyota Finance mit jeweils 1,25 Mrd. US-Dollar und schließlich – mit 1,12 Mrd. US-Dollar Volumen – von Tennet Holding BV.

Spürbare Wachstumsimpulse kommen zum einen aus den Schwellenländern. So begünstigten 2015 politische Rahmenbedingungen in China und Indien Aktivitäten im Green-Bond-Sektor. Auch von Entwicklungsbanken ausgehende Kreditverbesserungen spielten hier eine Rolle. Schließlich traten auch mehr Anlageemittenten, zum Beispiel aus dem Bankenbereich und dem öffentlichen Sektor, in den grünen Markt und vergrößerten damit das Angebot an Green Bonds.

Die Initiative berichtet von sieben Ländern, in denen 2015 zum ersten Mal Green Bonds registriert wurden. Darunter sind zum Beispiel Brasilien, Indien, Mexiko und Dänemark; sie vereinen insgesamt 3,2 Mrd. US-Dollar der 2015 emittierten grünen Anlagen. Signifikantes Wachstum konnte in England, China, Deutschland, Japan, den Niederlanden, Norwegen und den USA verzeichnet werden, wobei Europa in Bezug auf die Anlagesumme weiterhin Vorreiter in Sachen Green Bonds ist.

Als neue Entwicklung beobachten die Initiatoren die Definition von Standards und Richtlinien zu grünen Anleihen. So konnten sich beispielsweise die Green Bond Principles als Richtschnur etablieren. Außerdem setzt sich die Einholung von Second Party Opinions hinsichtlich der Ökoeffizienz der Bonds immer mehr durch. oekom research überprüfte als unabhängige Ratingagentur in 2015 insgesamt acht Green Bonds im Rahmen einer Second Party Opinion.

Informationen zum Thema erhalten Sie unter folgendem Link: http://www.climatebonds.net/files/files/2015%20GB%20Market%20Roundup%2003A.pdf

Aktuelle Second Party Opinions von oekom research können Sie einsehen unter: http://www.oekom-research.com/index.php?content=second_party_opinion


4. Studien/Publikationen

Greenpeace Nachhaltigkeitsbarometer 2015 – Engagement der jüngeren Generation heute

Greenpeace NachhaltigkeitsbarometerEine Studie der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag von Greenpeace hat ergeben, dass die jüngere Generation in Deutschland nachhaltigen Prinzipien einen im Vergleich zum Jahr 2012 deutlich höheren Stellenwert beimisst. Die Idee des Leitbildes Nachhaltigkeit, mit seiner ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimension, ist bei den befragten 15- bis 24-Jährigen demnach angekommen (Befragungsumfang: 1.511 Personen). Die junge Generation will „anpacken“ und sucht Wege, die nachhaltigen Entwicklungsziele wie Umweltschutz, zukunftsorientiertes Wirtschaften oder globale Armutsbekämpfung mitzugestalten und umzusetzen. So wollen in Zukunft zum Beispiel 70 Prozent der Befragten aus erneuerbaren Energien generierten Strom nutzen, 59 Prozent ist der Klimaschutz zentrales Anliegen. 
Die Studienergebnisse zeigen auch, dass die Behandlung der Nachhaltigkeitsthematik im Schulunterricht wichtiger Hebel für Bewusstsein, Motivation und Aktion bei den Jugendlichen in diesem Feld ist. Vor diesem Hintergrund sei eine verbindliche Integration des Themas der nachhaltigen Entwicklung in Lehrpläne notwendig, so die Autoren der Studie.

Das Greenpeace Nachhaltigkeitsbarometer können Sie einsehen unter https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/nachhaltigkeitsbarometer-2015-zusammenfassung-greenpeace-20160113_0.pdf


ESG & Corporate Financial Performance: Mapping the global landscape

ESG Corporate Financial PerformanceEine großangelegte Metastudie der Universität Hamburg und Deutsche Asset & Wealth Management kommt zu dem Schluss, dass sich die Integration nachhaltiger Kriterien in die Anlageentscheidung mehrheitlich positiv auf den Investitionserfolg auswirkt. Das Team wertete 60 Metastudien mit über 2.000 Einzelstudien aus und bezog damit internationale Forschungsergebnisse der letzten 40 Jahre mit ein. Die gewonnenen Erkenntnisse entkräften ein verbreitetes Argument, die Berücksichtigung von ESG-Kriterien (Environment Social Governance) wirke sich nachteilig auf die Ertragsperformance aus: Insgesamt konnten in 62,6 Prozent der untersuchten Studien eine positive Korrelation und in 90 Prozent der Fälle ein nicht-negativer Zusammenhang zwischen ESG-Faktoren und der Rentabilität von Kapitalanlagen belegt werden. Dieser Positiveffekt sei langfristig und in besonderem Maße in Nordamerika und den Emerging Markets zu beobachten, so die Autoren der Metastudie.
Das Interesse an nachhaltigem Investment wächst seit Jahren kontinuierlich; die nachhaltigen bzw. ethischen Assets under Management belaufen sich weltweit auf derzeit rund 60 Billionen US-Dollar.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/20430795.2015.1118917


5. Initiativen

CSR-Preis der Bundesregierung 2016: Bewerbungen ab 1. Mai möglich

2016 verleiht die Bundesregierung unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, zum dritten Mal den CSR-Preis an Unternehmen, die sich in herausragender Weise für ökologische und soziale Belange einsetzen. Der Bewertungsprozess liefert den Bewerbern – neben der Chance auf den Preis – einen unternehmensspezifischen Analysebericht ihrer bisherigen Aktivitäten im Feld der Corporate Social Responsibility. Teilnehmer können sich damit zum einen über den aktuellen Stand ihrer CSR-Maßnahmen informieren und zum anderen Erkenntnisse zu deren Weiterentwicklung gewinnen. Die geleistete unternehmerische Verantwortung wird auf Basis von Standards, wie die ILO-Grundsatzerklärung über Unternehmen und Sozialpolitik, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen oder die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, untersucht und beurteilt. So können Unternehmen beispielsweise für faire Geschäftspraktiken, mitarbeiterorientierte Personalpolitik, Ressourcenschonung oder glaubhaftes Engagement vor Ort oder in der Lieferkette in ihrer Vorbildfunktion gewürdigt werden.
Mit der Preisvergabe will die Bundesregierung eine Unternehmenspraxis fördern, die gesellschaftliche Verantwortung über gesetzliche Bestimmungen hinaus in das unternehmerische Denken und Handeln einbezieht, sowie das öffentliche Bewusstsein dafür schärfen.

Unternehmen jeder Branche und Größe können sich ab 1. Mai für das dreistufige Auswahlverfahren bewerben: Im Anschluss an eine Management- und Stakeholder-Befragung ermittelt eine Experten-Jury die Preisträger.

Details zum CSR-Preis und Bewerbungsprozess finden Sie unter http://www.csr-preis-bund.de/


6. Literaturtipps

Hans Joachim Schellnhuber: Die Selbstverbrennung

Selbstverbrennung„Klimaschutz ist eine Weltbürgerbewegung“, meint Hans Joachim Schellnhuber, der sich selbst als Vater des derzeit viel zitierten 2-Grad-Zieles der internationalen Klimapolitik nennt. In seinem kürzlich im C. Bertelsmann erschienen Buch „Die Selbstverbrennung“ appelliert der Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und international anerkannte Experte für Klimafragen auch an die Verantwortung der globalen Gesellschaft bei der Erreichung des ehrgeizigen Vorhabens. Schellnhuber informiert in seinem Zustandsbericht umfassend über die Erkenntnisse der modernen Klimawissenschaft. Er erläutert klimarelevante physikalische, chemische und biologische Steuerungsprozesse und zeigt dem Leser teils bekannte, teils auch unerwartete (Sekundär-)Effekte des Klimawandels für Mensch und Umwelt auf. „Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff“ – so der Untertitel des 700 Seiten starken Werkes – schildert der Autor eindrücklich und macht bewusst, welche Risiken und potentielle Folgen durch die zu erwartende Erderwärmung drohen.

Weitere Informationen zum Buch und Autor sind abrufbar unter http://www.randomhouse.de/Buch/Selbstverbrennung/Hans-Joachim-Schellnhuber/C.-Bertelsmann/e481489.rhd


Joachim von Braun: Welternährung und Nachhaltigkeit: Herausforderungen und Strategien für das 21. Jahrhundert

Welternährung und NachhaltigkeitJoachim von Braun setzt sich im vierten Band der Carl-von-Carlowitz-Reihe mit der Welternährung im Lichte der Sozialen Nachhaltigkeit auseinander – eine vor allem im Hinblick auf das zweite Sustainable Development Goal der Vereinten Nationen „Zero Hunger“ aktuelle Schrift. Der Autor diskutiert darin die Herausforderungen aber auch Lösungsansätze für eine nachhaltige, adäquate Ernährung der wachsenden und in Teilen der Erde sehr armen Menschheit. Dabei erläutert Joachim von Braun die komplexen Zusammenhänge und auftretende Zielkonflikte bei der Überwindung von Hunger und einer zukunftsweisenden, generationengerechten Nutzung natürlicher Ressourcen wie Wasser und Boden oder genetischer Ressourcen, nämlich der Vielfalt von Pflanzensorten und Tierrassen. Unter anderem werden die Rolle von ökologischem Landbau und neuen Agrartechnologien aber auch die Chancen eines veränderten Konsumverhaltens des Einzelnen zur Sicherung einer sozial- und umweltverträglichen Welternährung thematisiert.

Prof. Joachim von Braun ist Agrarökonom und Direktor der Abteilung „Wirtschaftlicher und technologischer Wandel“ des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) an der Universität Bonn. Er ist Vizepräsident der Welthungerhilfe und Vorsitzender des Bioökonomierates der Bundesregierung.

Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) können Sie abrufen unter http://www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/.
Mehr Informationen zum Buch "Welternährung und Nachhaltigkeit", erschienen im oekom Verlag, erhalten Sie hier: http://www.oekom.de/buecher/buchreihen/carl-von-carlowitz/buch/welternaehrung-und-nachhaltigkeit.html


7. Veranstaltungen

SZ-Kapitalanlagetag 2016 in München

Unter dem Motto „Anlagepolitik in der aktuellen Niedrigzinsphase – wie kann der Paradigmenwechsel gelingen?“ bietet der SZ-Kapitalanlagetag am 19. und 20. April institutionellen Investoren ein Informations- und Diskussionsforum zu Entwicklungen und Chancen für ein erfolgreiches Anlagemanagement. Neben Fachvorträgen zu Auswirkungen gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge auf das Anlegerverhalten großer Investoren, Methoden und Modellen zur Risikobudgetierung sowie neuen regulatorischen Rahmenbedingungen des Kapitalanlagemarktes moderiert Dr. Peter Oertmann, CIO der Vescore AG, am 20. April den Talk „Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage (ESG-Kriterien) – Aktuelle Strategien und Visionen im ‚impact investing’“. Robert Haßler, CEO von oekom research, gibt dabei zusammen mit weiteren renommierten Experten aus dem nachhaltigen Investmentmarkt Einblicke in aktuelle Vorgaben. Anhand konkreter Umsetzungsbeispiele wird nachhaltig orientierten Investoren aufgezeigt, wie und welche Investments in Hinblick auf aktuelle Entwicklungen lohnen. Veranstaltungsort ist München.

Einen Überblick zum SZ-Kapitalanlagetage gibt das Portal des Veranstalters: https://www.sv-veranstaltungen.de/site/fachbereiche/sz-kapitalanlagetag-2016/


3. Summit on Sustainable Finance in Genf

Am 22. März findet in Genf der 3. Geneva Summit on Sustainable Finance auf Initiative der Universität Genf zusammen mit der Latsis Foundation, Sustainable Finance Geneva und UNEP FI statt. Auf der diesjährigen Konferenz steht die Frage im Zentrum, welche Rolle die Finanzwirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung einnimmt.

Die Veranstaltung zeigt aktuelle Erkenntnisse zu nachhaltigem Investment auf und beleuchtet das Forschungsgebiet aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Themen sind unter anderem Beweggründe für eine nachhaltige Geldanlage bei Privatinvestoren, der positive Einfluss von CSR (Corporate Social Responsibility) auf den Unternehmenserfolg und mögliche Auswirkungen von verantwortungsvollem Investment auf Performance und Risiko; außerdem informieren die Experten zum Schlagwort der Stunde, der „stranded assets“ – Investitionen z. B. in die Erdöl- oder Kohleindustrie, die vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und zu erwartender Regularien einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Welche Auswirkungen Energieeffizienzmaßnahmen auf die Bonität von Immobilienfonds haben können, wird außerdem anhand ausgewählter Real Investments Trusts (REITs) aufgezeigt. Eine Übersicht der Vorträge und Diskussionen ist in der Agenda des 3. Geneva Summits on Sustainable Finance einzusehen. Veranstaltungsort ist das Centre International de Conférence in Genf (CICG).

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.geneva-summit-on-sustainable-finance.ch/


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